Mein Weg zur Liebe zu mir selbst….

Susanne-Goya • 12. Januar 2024

Mein Weg zur Liebe zu mir selbst….

Als ich meinen spirituellen Weg begann, fragte ich meine damalige Lehrerin, was der Sinn meines Lebens sei. Sie ging kurz in sich und antwortete mir dann „Einen Menschen wirklich zu lieben“. Ich war sehr überrascht, fand es aber einen sehr schönen Sinn und war dann gleich dabei, wer dieser Mensch denn wohl sein könnte. Meine Kinder, mein Mann, ein Enkelkind oder? Es hat Jahre gedauert, bis ich kapiert habe, was sie mir ans Herz gelegt hat. Ich selber bin der Mensch, den ich bis in die Tiefe lieben soll. Ohne wenn und aber, wie ich bin und wie es meiner Umgebung – weil sie selber auch nicht so sein durften – gar nicht gefallen hat. Sehr lebendig, voller Spontanität und Leidenschaft für alles, laut, den ganzen Tag am Erzählen, Singen und Tanzen. Und auch noch widerspenstig, mit einem eigenen Kopf.

Weil es anscheinend falsch war, wie ich war, habe ich versucht, mich „umzuprogrammieren“ auf normal, ruhig, still und angepasst. Ich habe mich „zusammengerissen“, was dazu geführt hat, dass mein ganzer Körper total verspannt war. Leider – oder Gott sei Dank- hat es nicht sehr gut geklappt, denn der lebendige Teil in mir machte sich immer wieder selbständig und preschte mit heftiger Energie vor, was mir dann wiederum viel Ablehnung einbrachte, weil es alles viel zu heftig war. Die Anpassung brachte mir aber auch Ablehnung ein, weil sie nicht wahrhaftig war. Und ich selber fand mich so schrecklich, dass ich ehrlich überrascht war, wenn mich jemand mochte.

Irgendwie war es dann ein gutes Gefühl, in einer Therapie zu fühlen, dass ich angenommen wurde, wie ich war und schließlich ein total irrer Moment, irgendwann zu fühlen, dass Gott (das Leben, das Universum, das Große Ganze, nenne es, wie du willst) mich so will, wie ich bin.

Also bin ich, wie ich bin. Nicht mehr verspannt und angepasst, nicht mehr trotzig vorpreschend und auf meinem Standpunkt beharrend. Eher ruhiger als früher. Klappt noch nicht immer, die Angst vor Ablehnung macht mir immer noch zu schaffen, aber es wird besser und besser. Und das Tolle: ich erlebe nur noch selten Ablehnung und wenn, dann kann ich es als Problem des anderen sehen oder aber es für mich „durchfühlen“ und loslassen oder auch mich entschuldigen, wenn ich doch mal in alte Verhaltensweisen gefallen bin.

Und mein liebendes Herz wird immer offener für mich und andere…..Ich fühle, was ich bin…fühle meine liebende Essenz…

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