Wofür kann man sich öffnen?
Wofür kann man sich öffnen? Da fallen mir direkt einige Dinge, Menschen und Situationen ein.
Und wie geht das, sich für etwas öffnen? Ich denke, wir können uns nur für etwas im außen öffnen, wenn wir uns in unserem Inneren zu uns selbst geöffnet haben. Wenn wir bereit sind, uns selbst so zu sehen und anzunehmen, wie wir sind – auch mit dem, was wir eigentlich ablehnen. Denn genau die Anteile und Eigenschaften, die wir an uns selbst nicht mögen, lehnen wir auch bei anderen ab. Unser Agieren in der Welt spiegelt unsere Haltung im Inneren.
Viele versuchen sich mit Selbstoptimierung, Abgrenzung und Kontrolle zu schützen und Anerkennung zu erhalten. Doch bei allen Bemühungen bleibt häufig am Ende des Tages – wenn es still wird - nur ein Gefühl der Leere und Isolation zurück.
Und vielleicht setzt genau da das Thema sich öffnen an.
Was, wenn nicht die Abgrenzung, sondern die Berührung / der Kontakt mit anderem uns guttut?
Was, wenn nicht die Kontrolle, sondern die echte Auseinandersetzung und Ungewissheit in Beziehung uns guttut?
Was, wenn wir nicht aus einem Mangelgefühl heraus versuchen uns zu optimieren, sondern uns als vollständig erleben und so annehmen und akzeptieren wie wir sind?
Und – wer sind wir selbst denn eigentlich? Und wie kann man sich finden?
Ich denke, unser ureigenes Selbst liegt vergraben unter allen erlernten und angeeigneten Anteilen, die uns im Leben schützen und in der Gemeinschaft Anerkennung und Zugehörigkeit verschaffen sollen. Die Rollen, die wir täglich spielen und verinnerlicht haben (z.B. als Eltern, Geschäftsmann, ect.), das Jagen nach Status und Ansehen, das Definieren seines Ichs über Eigentum – kurz gesagt, unter unserem EGO.
Wenn wir bereit sind, dass alles gehen zu lassen, kommt unser Selbst zu Tage – einfach, unaufgeregt und selbstvergessen.
Und wenn wir uns für uns selbst öffnen, können wir uns auch für andere öffnen, den anderen als Gegenüber sehen, wirklich zuhören und uns vom echten Austausch berühren lassen.
Maren










