Dem Leben vertrauen?
Gerade - mal wieder - scheint mir das besonders schwer und Zweifel ziehen mich in unendliche Tiefen.
Und doch ist das „ dem Leben vertrauen“ genau das Gefühl, das mich trägt,
wenn ich denn loslasse und vertraue: verbunden sein, Platz machen für Gott in mir, die Angst über Bord werfen.
Als ich vor vielen Jahren in Hawaii war, bin ich einmal mit einer Freundin ins Meer rausgeschwommen, um schnorchelnd Schildkröten zu beobachten. Es war ein wunderbarer Tag - sonnig und warm. Das Wasser trug uns. Dann kam Wind auf und die Wetterlage veränderte sich. In dem Moment bekam ich es mit der Angst zu tun, diese füllte mich so aus, dass ich das Vertrauen vom Wasser getragen zu werden verlor. Ich konnte nur mit der Hilfe meiner Freundin aus dieser Lage befreit werden.
Im Grunde ist es doch aber so einfach:
die Verbindung herstellen, die Angst rausschmeißen, Raum geben für Gott, das Licht reinlassen. Mich durchfluten lassen von göttlicher Energie, die mich trägt, mich leitet, mich tröstet, mich sehen lässt, mich unendlich gelassen macht.
Ich nehme mir vor nicht zu warten, dass etwas passiert, dass ich gerettet werde, nicht zu ackern und zu schuften, nicht zu kämpfen, sondern mich öffnen für Gott, für das Leben.
So oft es geht.
Juliane










