Die Zeit zwischen den Jahren

Susanne-Goya • 11. Dezember 2024

Den Ausdruck fand ich immer ein bisschen komisch – habe mittlerweile erfahren, dass es mit den verschiedenen Berechnungen des Jahres nach dem Mond- oder dem Sonnenkalender zusammenhängt – aber ich fand ihn auch immer richtig. Gefühlt ist in dieser Zeit etwas anders, wenn man es denn nicht zudeckt mit vielen Aktivitäten rund um das Weihnachtsfest. In der Literatur zu den Rauhnächten wird davon gesprochen, dass die Schleier zur Anderwelt dünner sind… und ja, in dieser Zeit liegt die Geburt Christi oder wurde dorthin verlegt, weil es keine zuverlässigen Quellen über den tatsächlichen Geburts-Tag gibt.

Etwas ist anders… Schon in der Zeit davor, wenn es immer dunkler wird, zünden wir Kerzen an, um uns daran zu erinnern, dass das Licht nicht verloren geht. Tief in unserem Inneren werden wir damit auch daran erinnert, dass es darum geht, selber das Licht in uns zu finden. Und dann kommt die Wintersonnenwende, der dunkelste Punkt im Jahr ist erreicht und die Energie wendet sich wieder dem Licht zu. Wie stimmig an diesen Zeitpunkt die Geburt Christi zu setzen, der das Licht eines neuen Bewusstseins in die Welt gebracht hat. Und das jedes Jahr wieder bis heute: „Symbolisch betrachtet heißt es: ein neues Bewusstsein tritt in die Welt, jedes Jahr Weihnachten aufs Neue, bis den Menschen im Laufe vieler Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende, ein Licht aufgeht: das Licht der Bewusstheit.“ (Wilfied Nelles, 2024)

Und vielleicht ist endlich
jetzt die Zeit gekommen, dass das Licht immer mehr seine Wirkung zeigt, uns immer mehr zu Bewusstsein verhilft.

Und m.E. macht es diese Zeit zwischen Jahren so besonders, weil – wenn man es zulässt - die Geschäftigkeit nachlässt und man zu sich kommt und zum eigenen LichtSein. Aber da wo Licht hineinfällt, da zeigen sich auch Schatten, die im Licht gesehen werden wollen. D.H. dass es oft erst einmal darum geht in Ruhe dem nachzuspüren, was im vergangenen Jahr passiert ist, lichtvoll, aber auch wo noch Dunkelheit ist, die im nächsten Jahr angegangen werden möchte, um auch zu Licht werden zu können. Deshalb die vielen Rituale mit dem Räuchern und den Wünschen. Solche Rituale sind sehr schön und hilfreich, dennoch ist es auch möglich, sich einfach Zeit für sich selbst zunehmen. Raum für das Nachsinnen dessen, was war und jetzt geht und die innere Ausrichtung auf das, was kommen mag im nächsten Jahr, am besten ganz offen, ohne feste Vorsätze, die doch allzu schnell wieder verloren gehen. Ausrichtung auf das, was zu dir kommen mag, wenn du dich einfach dafür öffnest.


Licht und Liebe, Susanne-Goya

von Susanne 19. August 2026
Ich war mit einigen netten Leuten zusammen und die Unterhaltung entwickelte sich nach einiger Zeit dahin, dass das Thema unsere Lage in Deutschland wurde, was hier..
von Maren 19. August 2026
Du trägst diesen schweren Stein im Magen, weil du glaubst, nicht genug getan oder jemanden enttäuscht zu haben. Schuldgefühle und Scham schleichen sich oft ...
von Juliane 19. August 2026
Immer wieder überfällt mich das Gefühl, dass mir alles über den Kopf wächst. Alles zu viel, keine Kontrolle mehr, wie sieht denn das aus? Was sagen die Leute?
von Susanne 19. August 2026
Du entspannst dich, wirst innerlich weich, vielleicht weißt du gar nicht, wie das geschehen konnte. Es ist wie ein Geschenk, vielleicht ist es wirklich ein Geschenk,
von Maren 22. Juli 2026
Es gibt diese Tage, an denen man abends erschöpft ins Bett sinkt und merkt, dass man nur funktioniert hat. Der ständige Versuch, alles im Griff zu haben, sperrt ...
von Juliane 22. Juli 2026
Herumgewirbelt, gedreht, über Stromschnellen gehoben, in Windeseile an verwegener Landschaft vorbei, durch Ecken und Biegungen, mäandrierend, beschleunigt ...
von Susanne 22. Juli 2026
... sich vom Fluss des Lebens tragen, mitnehmen zu lassen, mitzufließen ohne Widerstand, aber … plötzlich sind da Stromschnellen, Engstellen o.Ä. Was dann?
von Nicole 20. Juni 2026
… als würde sie sagen … geh … geh deinen Weg … mach … mach einfach. Und was soll ich sagen … Ich mache … Im Innen … im Außen … Ich schaffe so viel Klarheit für mich
von Maren 20. Juni 2026
Da fällt mir direkt der Spruch von Bob Marley ein: Manche Menschen fühlen den Regen, andere werden nur nass...
von Susanne 20. Juni 2026
Spürst du das auch, dass das Chaos in der Welt weiter zunimmt, insbesondere auch die Geschwindigkeit, aber… dass es plötzlich Momente gibt, in denen dich das...
Weitere Beiträge