Mut zum Leben

Susanne • 20. September 2025

Das Gegenteil von „Angst“ ist „Liebe“ – ja, auf jeden Fall, aber das Gegenteil von „Angst“ ist auch „Mut und Vertrauen“.

Ich habe mal vor Jahren bei einem Seminar zur „Inkarnation und Geburt“ eine Tiefenerfahrung gemacht, dass ich mich vor der Inkarnation gefühlt auf einer hohen Klippe hab stehen sehen und es kostete mich eine große Portion Mut, hinab in das Leben zu springen.

Ich glaube, dass das Leben dieses eine lange Zeit Tag für Tag, vielleicht Moment für Moment von uns fordert, immer wieder den Mut zu haben, „Ja“ zum Leben zu sagen und weiterzugehen. Nach D. Hawkins ist „Mut“ der erste Seelenzustand, bei dem wir aus der Negativität heraustreten und uns dem „Lichtvollen“ in uns zuwenden können
(
Hier gehts zur Hawkins Skala).

Ich merke immer wieder, dass mir eigentlich meine Gedanken beim „Mutig-Vorangehen“ im Wege stehen. Eigentlich wollen sie helfen, überlegen, planen, durchdenken usw. Aber sie wiederholen sich endlos und drehen sich im Kreis.

Mehr durch Zufall habe ich festgestellt, dass sie tatsächlich sogar sehr im Wege sind, wenn es um neue Wege geht und den Mut dazu. Ich war mit meinem Hund Pixie wieder in den Wäldern in Schweden unterwegs. Pixie rannte in die Büsche, war für Momente nicht mehr zu sehen. Ich mag es, wenn sie so lebendig rumtobt, aber wenn sie sich zu lange nicht zeigt, wird mir doch mulmig zumute. Ich habe einen Meditationsplatz im Wald an einem See. Auf dem Weg dorthin, ich brauche fast eine Stunde, war Pixie sehr „unterwegs“. Am See habe ich meditiert und war danach völlig leer, ohne Gedanken auf dem gesamten Heimweg. Und oh Wunder, Pixie blieb die ganze Zeit in meiner Nähe. Später habe ich damit experimentiert, habe bewusst Gedanken zugelassen – weg war sie. Machte ich mich leer, blieb sie einfach bei mir.

Was hat das mit Mut zu tun? Es ist mutig, sich dem hinzugeben, was ist. Sich dem Moment hinzugeben, statt alles zu zerdenken, was uns vermeintlich Kontrolle gibt. Die Hingabe an das Sein ermöglicht, dass das Leben leichter läuft und uns auch im richtigen Moment die richtigen Eingebungen gibt. Und dann kann der Kopf auch wieder in Aktion treten, wenn es um konkrete Dinge geht, die auszuführen sind.

Dazu noch eine kleine Begebenheit: ich bin gerade „Oma“ geworden, habe ein Enkelkind, das jetzt gerade 7 Wochen alt ist. Ich sehe es nicht so oft, weil unsere Tochter ein ganzes Stück von uns entfernt lebt. Jetzt waren sie gerade bei uns und ich sollte das Baby auf den Arm nehmen. Angst, gar kein Mut… Ist so klein, so zerbrechlich, vielleicht schreit es, sobald es auf meinem Arm ist….Aber dann doch ganz mutig, habe ich es genommen und hatte die Idee, mich wieder leer zu machen. Und oh Wunder, das Baby ist auf meinem Arm wohlig entschlummert – eine lange Zeit. Das war wunderschön, ein großes Geschenk.


Von Herzen, Susanne

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