Wo Licht ist, ist auch Schatten……wie wahr…..
Vor etwa 25 Jahren habe ich urplötzlich fast meine gesamte Hörkraft des linken Ohres verloren. Die Schulmedizin war ratlos. Jeder Behandlungsversuch machte es noch schlimmer.
Da kam ich zu einer Heilerin, die energiemedizinisch mit mir arbeitete. Es war so, dass es mir oft sehr schlecht ging nach der Behandlung, ich dunkle 4 Wochen erlebte, bis ich wieder zu ihr konnte und nach der nächsten Behandlung strahlte und leuchtete alles in mir. Mir ging es dann (gefühlt) so gut wie noch nie in meinem Leben. Ich lernte erst jetzt dieses innere Strahlen kennen, dass ich (gefühlt) noch nie empfunden hatte oder nur kurze Momente, wenn gerade etwas Wunderbares passiert war.
So wechselte es sich immer ab, der Schatten wurde angetickt durch die eine Behandlung, er durfte sich zeigen und durch die nächste Behandlung durfte er sich auflösen. So war es immer wieder.
Seitdem nahm ich wahr, dass es auch in meinem normalen Leben so war (und ist), dass einer Phase des Hochschwingens, der Freude, Liebe, des Strahlens mit fast absoluter Sicherheit eine Phase des Schattenbereichs folgte. Oftmals folgte auf einen tollen Tag eine schwere Nacht oder umgekehrt. Manchmal kam das ohne erkennbare Gründe - das ist am schwersten auszuhalten, finde ich – manchmal gab/gibt es Trigger in mir selbst (eine Krankheit, ein Schmerz, ein Gefühl, ein Gedanke, ein Unwohlsein, ein Unfall etc.) oder aber im Außen (ein Streit, ein Konflikt, eine Äußerung, das Weltgeschehen etc.) Nur der Wechsel von Licht und Schatten bleibt konstant.
Ich habe die Lichtmomente immer sehr genossen und lange gehofft, dass sie bleiben und die Schattenzeiten verflucht, sie aber dennoch immer wieder bearbeitet mit allen möglichen Methoden. Ich glaube, ich bin stetig gewachsen und fand das dann auch ganz okay. Eine liebe Wegbegleiterin fragte mich immer wieder: „Hört das denn nie auf?“ Ich konnte ihr lange keine Antwort geben, hoffte aber selber auf ein Ende.
Nun… nach dieser langen Zeit ist es eher so, dass diese Lichtsequenzen sich immer besser anfühlen, höherschwingender, und auch stabiler sind und die Schattensequenzen sich zwar eher immer tiefer und intensiver anfühlen, so als wenn jetzt die verborgensten Ecken des dunklen Kellers auch noch ins Licht treten wollen. Es fühlt sich aber trotzdem leichter an hineinzusteigen und mich dabei nicht damit zu identifizieren, sondern Beobachter zu bleiben und dass die Dunkelheit dadurch auch schneller wieder vergeht.
Ich weiß immer noch nicht, ob das so weitergeht oder irgendwann der tiefste Punkt erreicht ist. Was ich aber ganz sicher erfahren habe, ist, dass es meine Aufgabe und die Aufgabe vieler Menschen in der heutigen Zeit ist, in diese Dunkelheit hinabzusteigen, sie zu fühlen, anzunehmen, sogar wertzuschätzen und sie damit zu integrieren. Sie nicht mehr zu bekämpfen, sondern sie darf sich zeigen. Sie nicht mehr festzuhalten aus Angst, sie nicht aushalten zu können. Und genau dadurch kann sie vergehen.
Und ich glaube, dass es sogar die Aufgabe der Menschheit, vielleicht z.Zt. auch nur eines Teils der Menschheit, ist, auch die Dunkelheit der Welt anzunehmen in Liebe und dadurch zu wandeln.
Schon in der biblischen Schöpfungsgeschichte ist es so. Gott schuf am 1. Tag den Tag und die Nacht, Licht und Finsternis. Also ist die Dunkelheit nur die Abwesenheit von Licht und auch göttlichen Ursprungs und hat einen Sinn.
“Das Dunkle muss sein, damit das Licht sich erkennen kann. Beides scheint miteinander zu kämpfen, aber in Wirklichkeit kämpft das Licht nicht mit dem Dunklen, sondern das Dunkle kämpft mit sich alleine und läuft letztendlich, wenn man das erkannt hat, ins Leere.
Und dann erkennt man, dass die Liebe immer da war, dass man sie nur nicht sehen konnte, weil man so gekämpft hat, sich so verbogen und entleert hat von seiner göttlichen Seite, vom Licht, der Gnade, der Schönheit.“ – Gabriel
Von Herz zu Herz, Susanne









