Neugeburt

Susanne-Goya • 13. Dezember 2023

Was fällt mir dazu ein? Erstmal ganz persönlich fällt mir dazu „Jesus“ ein, zu dem ich als Kind eine sehr herzliche Verbundenheit gefühlt habe. Meine Eltern waren nicht religiös, aber ich bin etwa ab dem Alter von 4 Jahren jeden Sonntag zum Kindergottesdienst gegangen. Ich habe mich dort geborgen gefühlt. Gott, Jesus und die Engel waren meine Freunde. Später gab es in mir einen Bruch, dass ich diese Verbindung nicht mehr fühlen konnte und ich bin sehr froh, dass ich diese – natürlich anders als zu meiner Kinderzeit - jetzt wieder gefunden habe.

Aber warum „Neugeburt“? In meinem Gefühl ist Jesus zu uns auf die Welt gekommen, um uns daran zu erinnern, dass es die Liebe und das Licht gibt. Zur Zeit von Jesu Geburt – wie auch vielerorts noch heute – gab es viel Dunkelheit mit Schmerz, Leid, Hass, Gewalt, Rache, Machtstreben etc.

So wie ich es sehe, hat Jesus die Kreuzigung erlitten, ohne in den Hass zu fallen. Er konnte trotz des Hasses der Menschen, der Erniedrigung und der Schmerzen in der Liebe bleiben. Er hat gezeigt, dass das möglich ist, hat die Kraft der Liebe, die Kraft des Herzens und damit die Existenz des Lichtes, der Göttlichkeit gezeigt.

Für mich hat das in diesem Jahr eine besondere Relevanz, weil es mir so scheint, dass wir z.Zt. um diese „Neugeburt“ des Lichtes und der Herzenswärme ringen. Es gibt immer noch so viel „Dunkelheit“, man hat zum Teil sogar das Gefühl, als ob es mehr würde, wenn man in die Welt schaut. Aber auf der anderen Seite nehmen viele Menschen das Leid der Welt auch einfach mehr wahr und empfinden Schmerz (oder auch Aggressionen) dabei, spalten es nicht mehr so ab wie in früheren Zeiten.

Und sehr viele Menschen versuchen in sich selbst die Schattenanteile zu bearbeiten, sich zu erlauben, immer mehr zu fühlen, was sie denn fühlen. Und in diesem Prozess wird einem dann irgendwann das Gefühl geschenkt, wie es ist, ein offenes Herz zu haben. Dann schließt es sich wieder, was sich schrecklich anfühlt, wenn man erstmal an dem offenen Herzen geschnuppert hat. Aber dann öffnet es sich wieder und wieder und länger und länger und dann für immer (oder meistens). Es ist ein warmes, weiches, liebendes Gefühl, voller Fülle, eine eher leise Freude, ganz viel Dankbarkeit und auch Leichtigkeit. Und es hat nichts mit dem „lieb sein müssen“ früherer Tage zu tun. Es geht auch ganz leicht, in dieser Liebe trotzdem Grenzen zu setzen und für sich zu sorgen. Liebe statt „lieb sein“. Du spürst, dass das Licht in dir wohnt und du kannst dich selber immer mehr lieben, wie du eben bist.

Dies ist die „Neugeburt“, die sich abzeichnet in einigen, dann in immer mehr Menschen und dann in ganz vielen. Und wenn du einen Anklang dieses offenen Herzens in dir spürst, vielleicht erstmal nur den Wunsch, so wird das Geschenk der Herzenswärme zu dir kommen.

Und du kannst auf dem Weg dir selber und anderen helfen, indem du dich selbst innerlich oder auch im Spiegel anlächelst, indem du auch andere anlächelst und sie vielleicht auch freundlich grüßt und vieles mehr, indem du dir vorstellst, dass das Licht in dir und auch in den anderen wohnt. In die Natur zu gehen tut auch immer so gut und du kannst auch die Pflanzen, die Tiere, sogar die Steine anlächeln. Alles, was du siehst und was dir Freude bereitet. Du gibst es mit deinem Lächeln zurück. Und was du gibst, kommt wieder zu dir zurück. So entsteht ein wunderbarer Kreislauf.

Übrigens ist es auch sehr hilfreich, elektrische Geräte anzulächeln. Zumindest mein Computer arbeitet sehr viel besser, wenn ich guter Laune bin, als wenn ich es gerade nicht bin.


Von ganzem Herzen viele Grüße, Susanne-Goya

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