Was ich wirklich, wirklich will….
Was ich wirklich, wirklich will…
ist, dass ich meine Angst überwinde und ins Vertrauen komme, wenn ich in die Welt blicke…
Die Welt scheint immer verrückter zu werden, immer mehr Chaos, mehr Krisenherde, Dinge geschehen, die wir uns nie hätten vorstellen können, an allen Ecken scheint es zu kriseln oder sogar schon zu brennen. Dazu die Veränderungen in unserer Welt durch die fortschreitende Digitalisierung und KI, große Chancen, aber auch viele Unwägsamkeiten und auch, dass wir Informationen nicht mehr trauen können so ohne Weiteres. Was ist echt, was ist wahr, was nicht oder sogar, gibt es eine Wahrheit?
In diesem Feld entsteht eine tiefe Verunsicherung und Haltlosigkeit und weil das so gar nicht aushaltbar ist, suchen die Menschen Halt in Ihrem Inneren, in ihrer eigenen Meinung und dann wiederum im Außen, indem sie Menschen suchen, die genau ihrer Meinung sind. Sie finden Halt darin, ganz „genau zu wissen“, was „da draußen los ist“ und manchmal/oft auch „was man dagegen tun muss“. Das eigene Halt gebende Weltbild wird zur Wahrheit und wird vehement verteidigt, weil sonst der Halt verloren geht. Dadurch entsteht die immer heftigere Polarisierung unserer Gesellschaft. Wir werden immer starrer, unbeweglicher und heftiger und tragen unbewusst dazu bei, dass wir uns auseinander bewegen.
Wie denn dann? Wie wäre es, wenn wir das Geschehen in der Welt wie eine tiefe Krankheit betrachten würden, die schon lange da war, aber jetzt brodelt und an ganz vielen Stellen ausbricht, aber nicht, damit die Welt zugrunde geht, sondern wie bei einer tiefen Krise bei einem Menschen oder einer schweren Krankheit, die durchlaufen werden muss, damit die Krankheit durch die Offenlegung heilen kann, wie ein dicker, eitriger Absess, der aufplatzen muss, damit Reinigung erfolgen kann.
Wenn wir das mal so sehen könnten, wären die Angst, Wut, Ohnmacht und Hilflosigkeit natürlich nicht gleich vorbei, aber wir könnten die Gefühle fühlen und verstehen, dass die mit der anderen „Meinung“ genau die gleichen Gefühle haben. Und wir könnten uns erlauben unsere Gefühle zu fühlen, ohne darin unterzugehen, weil es Licht am Horizont gibt. Und dann könnten wir vielleicht auch wieder anderen zuhören ohne sie abzuwerten, auch wenn ihre Form des Umgangs mit der Krise anders ist als unsere.
Was ich wirklich, wirklich will …..ist dieses Vertrauen zu haben, dass wir in einem großen Bewusstseinsprozess des Wandels sind, meinem inneren Gefühl zu trauen, dass wir nicht Opfer der Welt sind, sondern Mitschöpfer und dass wir mit diesem Vertrauen, unserer Liebe für das Leben und der Offenheit dem Prozess gegenüber ihn beeinflussen können und werden.
In Verbundenheit, Susanne










